Fortbildungsveranstaltung am 09.04.2011 am Institut für Pathologie der Universität Basel.
Eine Gemeinschaftsveranstaltung von Anatomie, Pathologie und Rechtsmedizin Basel-Stadt.
Dieser Tag versprach nicht nur, interessant zu werden – er war es auch. Denn dank des vielseitigen und aus allen Fachrichtungen unseres Berufes bestehenden Angebots wurde diese Veranstaltung von fast der Hälfte der Mitglieder unseres Verbandes besucht.
Ralph Schoch und seinen Mitorganisatoren gelang es, Referenten aus den Fachrichtungen Pathologie und Rechtsmedizin für Vorträge zu gewinnen sowie die Kollegen Roger Kurz und Peter Zimmermann, uns nachmittags die Anatomie der Universität Basel zu zeigen. Es ist nicht selbstverständlich und daher sind wir umso mehr zu Dank verpflichtet, wenn sich Freiwillige zusätzlich an einem Samstag zugunsten unseres Verbandes für eine Weiterbildung engagieren.
Nicht eine Minute lang hatte man das Bedürfnis – wie das wohl jedermann von Vorträgen kennt – kurz ein Nickerchen machen zu wollen. Dafür waren die Vorträge einfach zu gut. Den ersten Vortrag hielt Herr Dr. phil. Franz Dussy, IRM Basel über Neuigkeiten vom Betäubungsmittelmarkt. Wie in anderen Bereichen auch, sind viele Stoffe übers Internet erhältlich, manchmal sind sie nicht auf den ersten Blick als Betäubungsmittel zu erkennen, da Verpackung und Aufschrift natürlich nicht explizit darauf hinweisen. Hinzu kommt die Schwierigkeit, neue Substanzen zu erkennen, bevor sie schliesslich in der Betäubungsmittelverordnung erfasst werden können, um Anbieter und Benutzer strafrechtlich zu belangen.
Herr Dr. med. Holger Wittig, IRM Basel erklärte im zweiten Vortrag anhand einiger Fallbeispiele unter Berücksichtigung besonderer Präparationstechniken (wie zum Beispiel die Mazeration, die ein wichtiger Bestandteil unseres Berufes ist und bleibt, auch wenn sie womöglich nicht mehr überall täglich zur Anwendung kommt) die Rekonstruktion von Verkehrsunfällen. Besonders das Beispiel des Gokart-Wagens, bei welchem auch dank den Überroll-Versuchen der Rechtsmedizin nun bei einigen Modellen ein Überfallbügel zur Erhöhung der Sicherheit am Wagen angebracht werden muss, machte Eindruck.
Nachfolgend stellte Herr Dr. med. Thomas Menter, Institut für Pathologie Basel einige Studien vor, welche die Bedeutung der Autopsie aus der Sicht der Kliniker und Pathologen erklären. Daraus wird klar, dass diese nach wie vor nicht an Wichtigkeit eingebüsst hat, allerdings sind einige Hürden zu bewältigen, die rückläufigen Autopsiezahlen ist nur eine davon.
Der letzte Beitrag des Vormittags stammte schliesslich von Prof. A. Lugli, Stv. Direktor der Pathologie Bern, welche die wahre Todesursache Napoleons aufzeigte. Spannend und mit grossem geschichtlichem Hintergrund wurde dargelegt, weshalb dieser Mann an einem Magenkarzinom verstorben ist und eine Arsenvergiftung für das Hinscheiden nicht der Grund gewesen sein kann. Schriftliche Aufzeichnungen der Ärzte Napoleons, u. a. auch das Messen der Hosenbunde, statistische Auswertungen von Autopsien, usw. liessen diese Schlussfolgerungen zu.
Das Mittagessen, welches grosszügigerweise von der Firma Biosystems AG offeriert wurde, konnten wir dank des prächtigen Wetters unter freiem Himmel geniessen.
Am Nachmittag spazierten wir vom Institut für Pathologie Richtung Anatomie und konnten bei dieser Gelegenheit noch von aussen die neue Kinderklinik beider Basel betrachten. Ein zweifellos modernes Gebäude. Roger Kurz und Peter Zimmermann führten uns, wie eingangs erwähnt, durch grosszügige, schöne Präpariersääle der Anatomie, zeigten uns ihr Arbeitsfeld und angewendete Techniken, den Hörsaal und natürlich das Museum, bei welchem man sieht, dass es mit viel Hingabe, Wissen und Interesse betreut wird. Man hatte genügend Zeit, sich die Verschiedenen Präparate anzusehen und auch etwas über den geschichtlichen Hintergrund einiger Exponate zu erfahren.
Immer wieder fanden sich zwischen den einzelnen Darbietungen Gelegenheiten, sich mit Berufskollegen auszutauschen und zu plaudern. So, wie es eben sein sollte. Eine war eine wirklich gut gelungene Fortbildung.
An dieser Stelle bedanke ich mich im Namen des Verbandes bei allen Beteiligten für ihren Einsatz.
Bericht von Verena Jaggi
Fortbildungsveranstaltung vom 25. September 2010 in Zürich
Es war ein kalter, verregneter Samstagmorgen als die Verbandsmitglieder sowie die Gäste in der Pathologie vor dem Hörsaal eintrafen. Es gab „Gipfeli und Kaffee“ zum aufwärmen und man nutzte am frühen Morgen schon die Gelegenheit um zu fachsimpeln. Nach einer herzlichen Begrüssung durch den örtlichen Organisator, Herrn Norbert Alder ging es auch dann auch schon mit dem ersten Referenten los.
Hochinfektiöse Leichen
- Giuseppe Manco Biosafety Officer, USZ Zürich
Vorgestellt wurde dieses Thema von Giuseppe Manco, er teilte uns mit, dass das für ihn der erste Vortrag auf Deutsch wäre, diesen meisterte er mit Bravour und ohne jegliche Sprachhindernisse. Routiniert und mit einer interessanten Power Point Präsentation führt der Biosafety Officer uns durch seinen Vortrag.
Sein breitgefächertes Themenspektrum bestand aus folgenden Punkten:
- Biosicherheit, ein wichtiger Faktor, der Schutz von Mensch und Umwelt
- Gesetzgebung, SAMV / Einschliessungsverordnung ESV / Epidemiengesetz
- Abfallmanagement, der heikle Umgang mit Infektiösem Abfall
- Sterilisationsarten, neu mit 2H2O2
- Expositionswege und die dazugehörigen Schutzmassnahmen
- Krankheitsbild von Creutzfeld- Jakobs- Disease CJD
- Transport von infektiösen Leichen sowie die definitive Verschliessung des Sarges
Rechtsfragen rund um die Verstorbenen
- David Zimmermann, MLaw, IRM Bern
Die rechtliche Seite ist bei einem Todesfall sehr wichtig (aber auch sehr trocken), viele Fragen tauchen rund um die Verstorbenen auf, David Zimmermann führte uns in das Thema ein.
- Die Anwendung der Gesetze bei Bund, Kanton und Gemeinde
- Verweise ins Internet, wo findet man die Gesetze seines Kantons
- Wo gilt welches Gesetz
- Welche Gesetze sind für Präparatoren relevant
- Dürfen Generell Eingriffe gemacht werden ohne dass es einen Auftrag/eine Anordnung gibt
- Meldepflicht bei Totgeburten
Die zwei diskussions- reichsten Fragen:
1. Herzschrittmacher: dürfen Pace-Maker ohne Schriftlichen oder Mündliche Auftrag entfernt werden?
2. der Transport von Hochinfektiösen Leichen?
Warum braucht die Rechtsmedizin einen Visualisierungsspezialisten?
- Michael Bolliger, IRM Bern
Michael Bolliger ist ursprünglich Animationszeichner und befasste sich vor allem mit Comic. Bedingt durch seinen Beruf, ist er schon viel gereist, hat an verschiedenen Orten gelebt und gearbeitet, unter anderem in Hollywood.
Durch einen Visualisierungsspezialisten kann der Ablauf, respektive der Tatvorgang rekonstruiert werden.
Herstellung von einem Film: das heisst, am Verstorbenen werden die Tötungsverletzungen markiert und anschliessend geröntgt und anhand der Bilder beziehungsweise der Daten kann man mit Hilfe spezieller Programme zum Beispiel einen Tathergang rekonstruieren.
Das Visualisieren durch einen Spezialisten, der sich über Jahre mit zeichnen und/oder Bewegungsforschung beschäftigt hat, ist merklich einfacher und somit eine grosse Hilfe für die Rechtsmedizin/ Polizei.
Vorstellung der neuen Prüfungsordnung
- U. Königsdorfer Präsident des VSAPP-ASPAP
In der kurzen Vorstellung von Herrn Königsdorfer haben sich folgende Veränderungen hervorgetan:
PC- Kenntnisse: zum Beispiel erstellen von Excel- Tabellen
Zweiwöchiges Praktikum in einem auswärtigem Institut (nur bei Präparatoren mit abgeschlossener Berufsausbildung möglich)
Neuer Verbandsnamen: VSHP Verband Schweizerischer Human Präparatoren
Autopsietagebuch führen
Um 12:00 Uhr war es dann mit dem Stehlunch soweit, der freundlicherweise durch die Firma Biosystem gesponsert wurde. Des Weiteren stellte die Firma Biosystem vor dem Hörsaal als Information und zur Ansicht die neuste Knochensäge aus.
Überraschungsgast
- Herr Ch. Frehner Stiftung Waldheim
Da die Referenten auf ihr Honorar verzichteten, konnte der Organisator Norbert Alder
Herr Ch. Frehner von der Stiftung Waldheim einen Scheck überreichen.
Die Stiftung Waldheim ist eine Einrichtung für Geistig- und Körperlich Behinderte Menschen. Es gibt in der Deutschen Schweiz insgesamt sechs Häuser, vorwiegend sind es ältere Bewohner, aber die Tendenz ist für jüngere steigend. Gemeinsam beschreiten die Heimbewohner sowie die Mitarbeiter ihren Alltag indem sie vielseitig tätig sind.
Herr Frehner hat uns die mitfühlende Geschichte der Entstehung des ersten Heimes bis zum heutigen Verlauf erzählt. Die Stiftung ist sehr anpassungsfähig und ist zwischenzeitlich auf dem neusten Stand, wenn man bedenkt, dass sie auf Spenden angewiesen ist.
Vortrag und Besichtigung der Moulagensammlung
- Frau Dr. Wänger
Für die Dermatologie wichtige Moulagen, wurden früher hergestellt wenn man beispielsweise die Krankheit noch nie zuvor gesehen hatte; sie dienten auch zur Dokumentation vom Verlauf der Krankheit (dann, wurden nach bestimmten Zeitabschnitten neue Moulagen erstellt).
Moulagen herstellen ist eine Kunst für sich, man benötigt drei Grundmaterialien:
- Wachs, Harz, Calciumcarbonat.
- Herstellungsschritte:
- Gipsabdruck des betroffenen Körperteils
- Gipsabdruck wird ausgegossen (mit dem Grundgemisch)
Die Moulage wird mit viel Feingefühl direkt beim Patienten bemalt (mit den Grundfarben)
Frau Dr. Wenger hat uns zu den einzelnen Moulagen die Krankheitsbilder erklärt.
In Zürich wurden seit 1918 über 1800 Moulagen hergestellt, sie gehören zu den Weltweit schönsten und am besten erhaltenen.
Wir danken Norbert Alder für die hervorragende und gut organisierte Fortbildung recht herzlich.
Um 15:30 ging ein interessanter und Lehrreicher Tag zu ende. Wir freuen uns auf die nächste Weiterbildung.
Text: Friederike Frei, Zürich
Bilder in Fotogallerie von Peter Schmid
Weekend Plausch des VSAPP-ASPAP vom 06. / 07. September 2008 in Neuchâtel
Samstagnachmittag trafen wir uns im Bahnhof Neuchâtel, da alle individuell angereist waren.
Nach und nach trudelten die Teilnehmer ein. René und Anja waren mit Ihrem „Kampfhund“
nicht zu übersehen. Roli unser Vize begrüsste uns herzlich und teilte mit, das wir zehn Personen wären.
Bei leichtem Regen ging’s dann zu Fuss zur Weinkellerei „Caves De La Ville“. Hier in der Stadtkellerei wurden wir von Herr Lionell dem Mitarbeiter, sowie Herr und Frau Nicolet, den Dolmetschern empfangen. Es wurde uns die Anlage mit dem Waschen, Pressen, Fermentieren, Lagern und Abfüllen ausführlich erläutert. In der gemütlichen Weinstube ging’s dann zur
Degustation. Bei fröhlichem Geplauder, zwischen Bissen von Apéro-Gebäck, wurden reichlich diverse Weine probiert. Den einen mundete Dieser, den anderen Jener. Etliche Teilnehmer haben von den köstlichen Tropfen einiges eingekauft. Nach kurzem verabschieden bei den Gastgebern ging’s weiter.
Aber oh weh, in der Zwischenzeit hat der Regen stark zugenommen, und es goss in strömen.
Nicht’s desto trotz, gut gelaunt und fröhlich, ging’s zum Neuenburgersee hinunter. Nach längerem Spatziergang am See entlang, erreichten wir das Restaurant „La Lagune“. Etwas durchnässt und abgekühlt wurde am langen Tisch platz genommen. Die Aussicht auf den Neuenburgersee war leider etwas trübe und regenverhangen. Nicht aber die auf das Buffet, das reichlich war. Fiele Köstlichkeiten liessen einem das Wasser im Munde zusammenlaufen. Jeder konnte sich seine Portionen selber zusammenstellen. Anschliessend wurden sie vom Koch direkt auf der riesigen, heissen Steinplatte zubereitet. Ab und zu ging er eine rauchen, und stellte einige von uns zum kochen an, sowie Norbert Alder, Thomas Baumgartner und meine Frau Jolanda. Es hat allen spass gemacht und es wurde noch ein Weilchen gemütlich beisammengesessen.
Der Sonntagmorgen zeigte sich von der anderen Seite. Es hatte aufgehört zu regnen, die Sonne
ging zaghaft am Horizont auf, aber die Luft war bitterkalt. Man merkt’s, der Herbst hat Einzug gehalten. Nach einem ausgiebigen Frühstück trafen wir uns wieder am Bahnhof, da in verschiedenen Hotels logiert wurde. Mit dem Regionalzug um 09:40 ging’s dann nach La Presta Mines d’asphalte (im Val de Travers). Da es etliche Reisegruppen hatte, mussten wir noch etwas Geduld üben. Norbert nutzte die Gelegenheit, um einige Fotos mit seiner kürzlich angetrauten
Ehefrau zu schiessen. Sie ist eine zierliche und aufgestellte Person. Trotz der Verständigung
( Sie spricht nur ein wenig deutsch ), gefiel es Ihr, und Sie hatte Spass.
Nun ging’s unter Führung in die Asphaltmine der Prestawerke. Das Museum ist die Einführung
in den Abbau des Asphalt unter Tage. Dias und altes Handwerkszeug, sowie einfache Maschinen machen den Anfang. Beim kurzen Gedränge werden Handlampen und die obligatorischen Helme verteilt. Über eine kurze Wendeltreppe erreichen wir den Einstieg in die Unterwelt.
Vor dem verriegelten Eingangstor erblicken wir linker Hand zuerst einen Minenlastwagen, und anschliessend, in einem kleinen Seitenarm, zwei gewaltige Frischluftturbinen. Im Boden sind schmale Geleise eingelassen, auf welchen die Loren mit Pferdekraft gezogen wurden. Der Stollen
führt über Eisentreppen und Seitengänge, an verschütteten Nebenstollen vorbei, rauf und runter.
Hier drinnen herrscht eine konstante Luftfeuchtigkeit und Temperatur von 8°Grad Celsius. Die Gänge sind breit, teils nieder, manchmal auch hoch und abgeschrägt. Man sieht gut die Trennschichten von Kalkstein und Asphalt. Teils hört man das Plätschern von Wasser. Es sammelt sich stellenweise am Schienenweg und führt parallel an ihm entlang. Abgestützt werden die alten Stollen mit Baumstämmen und Kanthölzern, welche leider sehr anfällig gegen Schimmelpilze sind. Die neue Methode ist das Verankern mit gewaltigen „Stahldübeln“ und Rückhalteplatten. Auf dem Rückweg geht’s vorbei an Ruh- und Essnischen der Bergleute. Es ist ein drückendes Gefühl nur mit dem Licht der Handlampen den Weg der Bergleute zu gehen. Die Akustik in den Stollen klingt irgendwie hohl. In der Ferne sieht man schon einen Schimmer von Tageslicht. Aussen angekommen, lacht einem die Sonne entgegen. Huch! das Erdinnere hat uns wieder entlassen.
Nun wird ein kräftiger Absinth degustiert, das typische Getränk dieser Gegend, welches jahrzehntelang verboten war. Anschliessen nehmen wir im dazugehörigen rustikalen Restaurant
die Spezialität des Hauses ein. Das Festmenü der Bergleute „Schinken im Asphalt“ mit dem speziell für dieses Menü gebraute dunkle, herbe, leicht bittere Bier. Der Schinken wird in vier Lagen mit
Wachspapier eingewickelt, zusammengeschnürt und noch mit Wellkarton umwickelt, und so in
400° Celsius heissem Asphalt gegart. Hm, ein Leckerbissen! Als krönender Abschluss noch
hausgemachtes Rahmeis mit Absinth.
Um 14.10 Uhr geht’s weiter mit der rätischen Bahn nach Môtiers. An der Haltestelle haben wir noch gerätselt, ob der Zug auch kommt, da diese Zeit nicht auf dem angeschlagenen Fahrplan angegeben war. Er kam dann doch, und hielt auch prompt. Nach gut sechs Minuten Fahrt, kamen wir in Môtiers an. Ein kurzer Spaziergang zum Prieuré Saint-Pierre, ein Kloster aus der Zeit des
6. Jahrhundert, der Stammsitz der Mauler Schaumwein-Kellerei. Es war einst im Besitz des Schokoladenherstellers Suchard. Durch seine Kontakte und Beziehungen in der ganzen Welt konnte er gute Reklame für den Schaumwein aus dem Kloster machen.
Im Besitz der Familie Mauler seit ca. 1832. Seit dem 19. Jahrhundert exportiert Mauler seine Cuvées, die edlen Tropfen, über die Ozeane.
Bei der Führung werden wir mit den Besonderheiten des Schaumweins bekanntgemacht. Leider durfte man nicht fotografieren. Es wurden uns die Oberirdischen Räumlichkeiten gezeigt und erläutert. Dann ging’s in den Untergrund. Die Grundfläche war grösser als oben. Niedrige Gewölbe
mit etlichen Seitengängen waren gefüllt mit Schaumweinflaschen. Alles in allem etwa 100'000 Stück mit verschiedenen Jahrgängen und Cuvées. Es ist ein Naturkeller mit gleichbleibender Temperatur und Feuchtigkeit. Auch hier ein kleines Museum mit den Maschinen, den Handrüttlern und dem Werdegang des Schaumweins mit uralten, nicht mehr geniessbaren Beständen. Auch heute noch wird ein Teil von Hand gerüttelt, um die Tradition des alten Handwerks nicht in Vergessenheit geraten zu gelassen.
Oben an der Bar und Verkaufstheke werden etliche der edlen Tropfen probiert. Auch hier gibt es gewaltige Unterschiede für die Geschmäcker der verschiedenen Gaumen. Die einen mögen’s lieber trocken und herb, die Anderen süss und mild. Für jeden Geschmack liess sich etwas finden, und es wurde rege etwas gekauft. Eine Spezialität des Hauses war das Fondue mit Schaumwein, welches guten Anklang fand. Nach reichlicher Degustation und Gruppenfotos auf dem Innenhof, ging’s per Piedes zurück zur Haltestelle.
Nach 35 Minuten Zugfahrt wurde Neuchâtel erreichte. Für alle waren es 1 ½ schöne Tage.
Wir verabschiedeten uns und hoffen, dass man sich nächste Jahr wiedersehen wird, am nächsten
Plauschweekend.
Gerne möchte ich an dieser Stelle meinen, und der wenigen Teilnehmer, den Dank unserem Vize und seinen Helfern, namentlich auch Familie Nicolett, für die Organisation und die gute Vorbereitung, sowie Ausführung des Sommerweeked danken.
Ich finde es ein wenig schade, dass von allen Schweizer- Mitgliedern nur sechs teilnahmen, denn es war gesellig und spannend. Schön, dass meine Frau und ich dabei sein durften.
Text und Fotos: Peter Schmid
Fotos in der Fotogalerie: Sommerausflug Neuchâtel 2008, Peter Schmid
Fortbildungen des Verbandes
Fortbildungsveranstaltung der Präparatorinnen und Präparatoren vom Samstag 17. Mai 08 am Institut für Rechtsmedizin in Bern
Gesamt Schweizerisch treffen ab 9.00Uhr Berufskolleginnen/Kollegen ein, um sich bei Kaffee und Gipfeli - welche freundlicherweise von der Firma Rudolf Egli AG Bern offeriert wurden - zu verköstigen.
Ein herzliches Hallo findet wie immer unter einander statt, wenn sich die seltene Spezies der Präparatoren aus beinahe allen Instituten der Schweiz trifft.
Der erste Vortrag wurde uns um 9.30 Uhr von Ralph Schoch; Pathologie Basel über die Plastination von Makropräparaten vorgetragen.
Ralph Schoch bringt uns in einem sehr interessanten Referat die Plastination näher. Eine kurze Einstimmung erhalten wir durch einen Kurzfilm (Körperwelten).In einem zweiten Schritt wird uns der Weg der Plastination eingehend erklärt und erläutert. Anschliessend durften wir Präparate besichtigen und bewundern; ein angeregtes Fachsimpeln findet statt.
Nach einer kurzen Pause dürfen wir um 10.40 Uhr unseren Referenten Dr. phil. nat. Beat Aebi, Abteilungsleiter Chemie IRM Bern, begrüssen.
Er erläuterte uns in seinem zweisprachigen, sehr erfrischenden Vortrag über diverse Gefahrenquellen verschiedenster Chemikalien; deren Handhabung; Entsorgung und besonderen Vorsichtsmassnahmen sehr eindrücklich!
Uns wird wieder einmal mehr bewusst, dass Chemikalien auf gar keinen Fall zu unterschätzen sind.
Frisch gestärkt von einem feinen Mittagessen schreiten wir um 13.30 Uhr zu einem weiteren interessanten Vortrag.
Herr Heinrich Mürri, Instruktor der Firma Primus AG Brandschutz, erklärte uns im ersten theoretischen Teil was es heisst „ Alarmieren, Retten, Löschen“. Sehr eindrücklich wurde uns in einem praktischen Teil vor Augen geführt ein scheinbar simples Feuer mir einer Löschdecke zu löschen. In einem weiteren geschehen durften wir verschiedenste Feuer mit Feuerlöschern (Sprühschaum/Pulver) zum Erlöschen bringen.
Abschliessend löste sich das ausgesuchte Grüppchen auf, um einerseits den nach Hauseweg in Angriff zu nehmen oder um noch bei einem Drink ein gemütliches Zusammensein zu zelebrieren.
Allen Referenten gebührt ein herzliches “Dankeschön“, inklusive Rolli Dorn und Urs Königsdorfer für die Organisation der sehr gelungenen Fortbildungs-Veranstaltung; Danke, Merci; Grazie…
Text und Bilder: Sandra Baumann








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